Eatearnity Insights #3: Warum Marketing und Branding eine Rolle spielen
Rafael Sarim Özdemir - 4 min read - 20 Jan 2022
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Für Lebensmittelhersteller sind Marketing und Branding essenziell. Denn: Starke und bekannte Marken haben höhere Verkaufszahlen als schwächere Brands. Die Deutschen kaufen Markenprodukte, weil sie von der Qualität überzeugt sind. Weiterhin bleiben die Konsumenten bei ihrer Marke des Vertrauens und sind auch bereit dafür höhere Preise zu bezahlen. Das geht aus einer Umfrage zum Thema „Meaningful Brands“ der Havas Media Group hervor. Demnach ist nicht nur der gute Ruf eines Unternehmens wichtig für die Kaufentscheidung, sondern dieser bindet den Konsumenten länger an ein Produkt und es entsteht Vertrauen. Dann kann das Markenprodukt auch teurer sein als Alternativprodukte. Der höhere Preis steht dann für eine bessere Verarbeitung und gute Qualität, während die emotionale Bindung an das Produkt eine Treue zur Marke hervorruft.

Probleme des Food Marketings generell

Marketing im Food-Bereich ist ein unterschätzter Faktor, der oft an die Lebensmittelhändler outgesourct wird und weniger Priorität hat als der Verkauf. Dementsprechend wird häufig zu wenig Zeit und zu wenig Geld in das Marketing investiert. In unserer schnelllebigen Welt gilt es vor allem in Sachen Marketing und Branding mit der Zeit zu gehen und Trends frühzeitig zu erkennen. Marketingteams sollten ihre Strategien dementsprechend anpassen. Darüber hinaus ist der deutsche Kunde auch sehr wählerisch. Laut der Studie „Global Consumer Pulse Research“ mit 1.200 Befragten in Deutschland sind die deutschen Konsumenten „ungeduldig, schnell frustriert und nachtragend“. Vor allem die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Marke spielt beim Kaufverhalten eine Rolle, die auch dazu führt, dass Hersteller gewechselt werden. Das Publikum ist kompliziert und wählerisch, außerdem ist Marketing schnelllebig und von den Trends abhängig. Was ist bisher im Marketing problematisch und wie kann man das verbessern?

Probleme des konventionellen Marketings

Unter konventionellem Marketing versteht man etwa TV-Werbung, Radiowerbung oder auch offline Werbung wie Flyer. Hier stellt sich direkt eins der großen Probleme des konventionellen Marketings dar: Die bisher genutzten Kanäle für Werbung finden immer weniger Beachtung und werden immer weniger genutzt. Das Fernsehen verliert immer weiter an Bedeutung und die Konsumenten gucken einfach weniger TV. Außerdem werden die offensichtlichen Werbepausen oft als nervig empfunden. Streaming und On-Demand-Fernsehen wird immer wichtiger. Ein weiterer Faktor, der konventionelles Marketing schwierig macht, ist, dass man die Verbindung von der Werbung zum Konsumenten nicht direkt messen und so den Erfolg der Investition in die Werbung nicht einschätzen kann.

Ansätze von modernem Food Marketing

Modernes Food-Marketing geht noch andere Wege. Zu modernem Food-Marketing gehören zum Beispiel bezahlte Social Media, Content-Marketing, Suchmaschinenwerbung, E-Mail-Kampagnen und Webshops. Aber auch NFTs und das Metaverse gehören praktisch zu modernem Marketing dazu. Alles, was das Internet möglich macht. Modernes Food-Marketing ist am Anfang schwierig. Doch Social Media ist einfach zu beherrschen und mit dem richtigen Budget und Content-Plan eine gute Möglichkeit des Marketings. Hier gibt es für jede Zielgruppe die richtige Nische, für jede Nische gibt es Influencer. Dadurch, dass unterschiedliche Zielgruppen verschiedene soziale Netzwerke nutzen, kann man die Werbung spezifischer platzieren und so das meiste aus der Werbung herausholen.

Wie man die Konsumenten wieder erreicht

Marketing und Branding können dafür sorgen, dass Konsumenten den Herstellern mehr Vertrauen schenken und die Produkte wiederholt kaufen. Um die Konsumenten zu erreichen, sollte die Marketingstrategie auf das Produkt und die Zielgruppe angepasst sein. Dazu muss man die Fragen beantworten, an welche Zielgruppe sich das Produkt wendet, also welche Konsumenten von der Werbung und von dem Produkt selbst angesprochen werden sollen. Worauf legt diese Zielgruppe wert, was sind Themen, die die Zielgruppe interessieren? Hier sind Trends wie Gesundheit oder Nachhaltigkeit von Bedeutung, die man mit verschiedenen Emotionen verpacken kann, sodass die Konsumenten von der Werbung affektiv erreicht werden. Branding und Unique Selling Points werden der Marke die Aufmerksamkeit verschaffen. Das moderne Marketing gibt einem die Möglichkeit, auf vielen verschiedenen Kanälen mit den Konsumenten zu interagieren. Je nach Zielgruppe sind das etwa andere soziale Netzwerke aber auch unterschiedliche Themen und Triggerpunkte. So kann man spezifische Zielgruppen erreichen und präziser Werbung schalten als etwa beim konventionellen Marketing.

Zusammenfassend

Modernes Marketing bringt viele vielversprechende Chancen mit sich. In sozialen Medien wird immer mehr Zeit verbracht und wiederrum weniger Zeit verbringen die Konsumenten auf herkömmlichen Kanälen wie Fernsehen. Für die Hersteller ergibt sich daraus die Möglichkeit Marketing präziser einzusetzen. Den deutschen Konsumenten sind das Vertrauen und die Glaubwürdigkeit einer Marke wichtig. Für eine starke Brand von einem Hersteller, der für gute Qualität steht, sind die Konsumenten bereit auch mehr zu bezahlen. Das Branding lässt sich über moderne Werbekanäle wie die sozialen Netzwerke gut vermarkten.

Wie sieht die Zukunft des Food-Marketings aus?

Man kann mittlerweile die Werbung, anhand von persönlichen Daten immer weiter individualisieren, sodass die Werbung den Vorlieben des einzelnen Konsumenten oder der Zielgruppe entspricht. So kann man sein Marketing-Budget immer gezielter und sinnvoller einsetzen. Die Trendthemen wie Gesundheit oder Nachhaltigkeit sind auch im Food-Marketing von großer Bedeutung, was nicht nur die Lebensmittel an sich, sondern auch etwa Verpackungen oder Transportwege miteinschließt und die Kaufentscheidung des Konsumenten maßgeblich beeinflussen könnte. Außerdem wird der Online-Food-Handel immer wichtiger, sodass man sich nicht mehr nur auf das Marketing der Lebensmittelhändler verlassen sollte.

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Rafael Sarim Özdemir
Hi everyone, my name is Rafael and I am the Co-Founder & CEO of Eatearnity. I write about the wins and losses of Eatearnity and what I learn from building the company. I use my experience at leading technology and healthcare start-ups and investors in the US and Europe to make sure you don’t waste your time reading my content. Do we have a deal? Then sign-up for Eatearnity or reach out directly at rafael.oezdemir@eatearnity.com.

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