Nachhaltige Ernährung: Was du für die Umwelt tun kannst
Bjarna Liv Lakämper - 4 min read - 11 Jan 2022
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Nachhaltigkeit ist immer mehr von Bedeutung. Dabei spielt auch unsere Ernährung eine Rolle, denn die Art und weise, wie wir uns ernähren kann mehr oder weniger gut für die Umwelt sein. Was versteht man unter „Nachhaltigkeit“?

Eine Allgemeingültigkeit Definition für den Begriff „Nachhaltigkeit“ gibt es erstmal nicht. Man versteht darunter ein politisches, wirtschaftliches und ökologisches Handeln, dass Ressourcen schon, sodass auch zukünftige Generationen ähnliche oder gleiche Ausgangsbedingungen haben. Es geht nicht nur darum, in Umweltprojekte zu investieren, sondern vor allem darum, dass unser Handeln umweltverträglich ist.

Wie kann die Ernährung nicht nachhaltig sein?

Das Klima der Erde wird durch die Lebensmittelproduktion, Transportwege oder auch Tierhaltung belastet. Hier kann man auf nachhaltige Lösungen zurückgreifen. Probleme wie zum Beispiel das Artensterben oder Tierleid kann auf verwendete Chemikalien in Pestiziden oder verhängnisvolle Zustände in Massentierhaltungsanlagen zurückzuführen sein, darüber hinaus gibt es noch weitere Faktoren, die unsere Umwelt belasten. Auch Verpackungen sind ein Faktor, der immer nachhaltiger werden sollte.

Was kann ich tun, um mich möglichst nachhaltig zu ernähren?

Hier sind meine Tipps, mit denen du auf eine nachhaltigere Ernährung achten kannst. Wenn dir nicht alle davon direkt zusagen, ist das kein Problem, fang mit einer Sache an, allein das hat schon einen großen Mehrwert für dich und für unser Klima. Danke, dass du dich mit dem Thema beschäftigst und ein Bewusstsein dafür entwickelst!

  1. Weniger Fleisch essen

Die Fleischindustrie ist für unsere Umwelt sehr belastend, denn dabei wird sehr viel Wasser aufgewendet. Gleichzeitig leiden die Tiere unter der Massentierhaltung und die Artenvielfalt wird durch Züchtungen gefährdet. Das sind alles Dinge, die in den Medien oft beschrieben werden und für die wir ein Bewusstsein haben sollten. Deshalb ist der Trend hin zu vegetarischen oder sogar Veganer Ernährung auch nachhaltig. Viele von uns machen den Veganuary mit, also sich im Januar nur vegan zu ernähren, einfach um der Ernährungsform näher zu kommen. Du musst nicht vom einen auf den anderen Tag vegetarisch oder vegan werden. Aber deinen Fleischkonsum zu überdenken und in gewissen Punkten einzuschränken tut dir gut und der Umwelt auch. Vielleicht ist dein erster Schritt auch, im Büro oder in der Kantine deiner Firma einen vegetarischen Tag vorzuschlagen, an dem kein Fleisch gegessen wird. Jedesmal, wenn du auf Fleisch verzichten kannst, ist das für die Umwelt ein Gewinn. Also: starte mit kleinen Schritten, aber versuche deinen Fleischkonsum zu reduzieren

  1. Produkte deiner Region kaufen

Ein weiteres Problem für unsere Umwelt sind die langen Transportwege von Lebensmitteln. Egal ob mit Flugzeug oder LKW, die CO2-Bilanz von Lebensmitteln ist hoch. Zu hoch, vor allem wenn man bedenkt, dass auch das ein Problem ist, dass man durch sein eigenes Handeln ändern kann. Heute gibt es im Supermarkt viele regionale Alternativen und Produkte, die lecker sind, einen hohen Vitamin- und Nährstoffgehalt haben und gleichzeitig lokale Hersteller unterstützen. Achte bei deinem nächsten Einkauf darauf, woher deine Produkte, vor allem Obst und Gemüse, kommen. Hier kannst auch du einfach eine nachhaltigere Entscheidung treffen.

  1. Vermeide Verpackungsmüll

Müll ist ein großes Problem für die Umwelt. Jeder von uns kennt die beängstigenden Bilder von Müllbergen in den Ozeanen und Tieren, die sich in unserem Müll verfangen. Deshalb ist die Devise: So wenig Müll wie möglich produzieren. Das kannst du erreichen, indem du möglichst verpackungsfrei einkaufst. Bei Obst und Gemüse kannst du oft auf eine Plastikverpackung verzichten und in sogenannten „Unverpackt“- Läden werden auch noch andere Produkte wie Mehl, Nudeln der Haferflocken in deine eigenen Boxen abgefüllt, sodass nicht noch mehr Müll verursacht wird.

  1. Bio-Produkte essen

Auch auf das Bio-Siegel zu achten, hat etwas mit nachhaltiger Ernährung zu tun. Durch die ökologische Anbau- oder Produktionsweise wird unsere Umwelt weniger belastet, denn es werden keine Chemikalien genutzt, die die Erde verschmutzen oder Ähnliches. Das Bio-Siegel ist im Supermarkt sogar noch mehr verbreitet als die Produkte von regionalen Händlern. Zu fast jedem Produkt gibt es eine Bio-Alternative. Vor allem bei Obst und Gemüse macht es Sinn, zum Bio-Produkt zu greifen, es gibt aber auch viele anderen Produkt in Bio. Hier ist leider der Preis noch etwas höher als bei der „normalen“ Alternative. Aber auch das sollte sich mit dem Trend zu einer besseren Nachhaltigkeit der Produkte ändern.

  1. Lebensmittelverschwendung reduzieren

Mein letzter Tipp für einer nachhaltigere Ernährung ist etwas, was ich mir täglich zu Herzen nehme. Ich schmeiße ungern Lebensmittel weg und versuche von Anfang an so einzukaufen, dass in meinem Kühlschrank nichts verdirbt. Hier gibt es einige Grundsätze: Die Produkte sind häufig noch länger gut, als das Mindesthaltbarkeitsdatum angibt. Ich würde nie ein Produkt wegschmeißen, nur weil das MHD abgelaufen ist. Vorher einmal dran riechen: Vielleicht ist das Produkt noch gut! Zusätzlich gibt es noch andere Tricks: Übergebliebenes Essen nicht wegschmeißen, sondern am nächsten Tag nochmal aufwärmen, mit zur Arbeit nehmen oder einfrieren. Hier gibt es viele Möglichkeiten, um Nachhaltigkeit zu leben!

Ich habe in diesem Blogpost meine besten Tipps für eine nachhaltiger Ernährung aufgeschrieben. Viele Tipps kannst du von einem auf den anderen Tag mal ausprobieren und beherzigen. Damit tust du dir und der Umwelt etwas Gutes. Allein, dass du ein Bewusstsein dafür entwickelst, ist schon der erste Schritt in die richtige Richtung. Und von nun an kannst du jeden Tag ein bisschen nachhaltiger werden.

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Bjarna Liv Lakämper
Hallo zusammen 👋 Mein Name ist Liv und ich bin Medizinstudentin aus Düsseldorf. Ich schreibe über Ernährung, Sport und Gesundheit. Mit diesen Themen beschäftige ich mich schon lange. Nicht nur aufgrund meines Studiums, sondern auch, weil ich aus dem Spitzensport komme und unsere nächsten Leichtathletikerinnen im Verein trainiere. Hört sich interessant an? Dann melde dich für Eatearnity an oder schreib uns an hello@eatearnity.com.

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